Ein Licht gegen das Vergessen. Ein Licht der Mahnung

Ein Licht gegen das Vergessen. Ein Licht der Mahnung.

In der besonderen Situation, in der wir uns jetzt befinden, müssen wir auf viele Aktivitäten verzichten, die uns wichtig sind. Vernunft und gegenseitiges Schutzbedürfnis sagen uns: „So gern wir uns auch in diesem Jahr wieder am gewohnten Ort treffen würden – es geht nicht!“

Dies gilt auch für die Lichterkette, zu der die örtlichen Jungsozialisten und der SPD-Ortsverein seit einigen Jahren einladen.

Am Abend des 9.November, dem Tag der Reichspogromnacht von 1938, trafen sich Bürgerinnnen und Bürger, um ein Licht der Mahnung anzuzünden. Ein mahnender Lichtschein gegen Antisemitismus, Rassismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Hass gegen Menschen anderen Glaubens. Gedenken an die Menschen, die im Verlaufe der Geschichte Hass und Gewalt zum Opfer fielen. Erinnerung daran, dass unmenschliches Verhalten und mangelnder Respekt vor anderen in unserer heutigen Zeit immer noch schlimme Auswirkungen haben.

Jusos und SPD-Ortsverein hätten auch 2020 gern zur Lichterkette eingeladen. Sie bedauern, dass dies aus gegebenem Anlass nicht möglich ist. „Dennoch“, so Kritistin Lindemann und Frederick Burdof für die Jungsozialisten, „sollten wir uns alle am 9.November an die Opfer erinnern und uns dem Gedanken der Warnung und Mahnung vor Fehlentwicklungen von heute zuwenden. Auch ohne Lichterkette können wir ein Lichtzeichen senden. Indem wir – jeder für sich (unter Beachtung aller derzeit geltenden Vorschriften) – am Mahnmal für die 1938 ermordeten Juden“ oder auch in unseren häuslichen Fenstern eine Kerze für sie und für alle Opfer der Gegenwart entzünden. Um Aufmerksamkeit für das Ereignis zu erzeugen, könnte jeder mitmachen und ein Bild seines Lichts auf den sozialen Medien mit dem #lichterketteohz hochladen.

Gerade in Zeiten, in denen unsere Rücksichtnahme und Solidarität mehr denn je gefordert sind, bekommt der Gedenktag des 9. Novembers ein zusätzliche Bedeutung. Verbunden mit der Aufforderung, den Mitmenschen nicht aus dem Blick zu verlieren und Mitmenschlichkeit zu bewahren.